Die Anzahl der Kunden und Produkte, aber auch der benötigten Mitarbeiter des Vertriebs ist rasant angestiegen, während zusammenhängende Prozesse und Strukturen nicht nachgezogen wurden. Der erste Schritt muss zu einem Richtungswechsel von einer reinen Wachstums- in eine stärkere Profitorientierung erfolgen, um den Vertrieb zu einem Wachstumsmotor zu machen.
Als erster Ansprechpartner für Kunden nimmt der „Vertrieb“ (inkl. aller unterstützenden Funktionen) im Rahmen der Transformation zu einem kundenorientierten Geschäftsmodell eine zentrale Rolle ein. Nur wenn es – immer wieder – gelingt herauszufinden, welche Kundenprobleme in der Zukunft gelöst werden müssen bzw. für welchen Nutzen ein Kunde bereit ist zu bezahlen, werden die notwendigen Impulse in die Organisation gebracht.
Dabei entwickelt sich der klassische Vertrieb von der reinen Verkäuferrolle hin zu einem langfristigen Kundenberater mit Entwicklungs- und Innovationskompetenz, für den sich der Vertriebsfokus von einer wachstums- zu einer renditeorientierten Sichtweise ändert. Während der Vertrieb in der Vergangenheit gewohnt war, fertige und meist perfektionierte Produkte und Services dem Kunden vorzustellen und zu verkaufen, muss er im Rahmen der Transformation in Zukunft bereits mit Prototypen den Kundenaustausch suchen. Er muss validieren, inwieweit die Features den Kundenwunsch bedienen, Feedback in die Organisation geben und somit eine aktive Rolle in der Produkt- und Serviceentwicklung einnehmen.
Buchen Sie gerne ein erstes Orientierungsgespräch und erfahren Sie, wie wir Ihnen dabei helfen können, Ihre profitorientierte Vertriebsstrategie zu entwickeln.
Eine erfolgreiche Vertriebsstrategie definiert, welche Zielkunden und Marktsegmente priorisiert und wie Vertriebsressourcen gezielt eingesetzt werden. Sie legt fest, welche Kunden entwickelt oder neu gewonnen werden und über welche Kanäle, mit welcher Organisation, klaren Prozessen sowie passenden Angeboten, Preisen und Argumenten dies erfolgt. So verbindet sie strukturierte Marktbearbeitung mit Umsatz, Profitabilität und nachhaltiger Kundenbindung – statt historisch gewachsene Strukturen fortzuführen.
In vielen Branchen erzeugen steigende Kosten und sinkende Wachstumsraten hohen Druck. Deshalb reicht es nicht mehr, nur auf mehr Umsatz zu schauen; entscheidend sind Deckungsbeiträge, Rendite und die langfristige Profitabilität einzelner Kunden und Produkte. Familienunternehmen sollten ihren Vertrieb deshalb stärker an Wertbeitrag und Customer Lifetime Value ausrichten.
Neben dem persönlichen Vertrieb gewinnen digitale Vertriebskanäle stark an Bedeutung. Dazu gehören die eigene Website, Social Media, Webshops, digitale Marktplätze oder hybride Omni-Channel-Modelle. Erfolgreiche Familienunternehmen kombinieren persönliche Nähe mit digitaler Sichtbarkeit und erreichen so bestehende wie neue Zielgruppen.
Eine gute Preisstrategie orientiert sich nicht nur an den Herstellkosten, sondern vor allem am Kundennutzen und an der gewünschten Positionierung im Markt. Familienunternehmen sollten klar entscheiden, ob sie über den Preis oder über Differenzierung verkaufen wollen. Wichtig sind außerdem nachvollziehbare Regeln für Rabatte, Konditionen und regelmäßige Preisanpassungen.
Zu einer modernen Vertriebsstrategie gehören acht zentrale Bausteine: Zielgruppen, Ziele, Vertriebsmodell, Vertriebskanäle, Vertriebsorganisation, Vertriebsprozess, Pricing sowie das Produkt- und Service-Portfolio. Erst wenn diese Elemente sauber aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein Vertrieb, der nachhaltig wächst und profitabel arbeitet.